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Jackson Bar

Jackson Bar Für das Gespräch mit Freunden oder Geschäftspartnern bei Kaffee oder Wein und einem kleinen Snack steht Ihnen unsere “Jackson–Bar“ zur Verfügung.

Eine Besonderheit bildet auch unsere speziell eingerichtete „Kuschelecke“ mit Kamin, die zur trauten Zweisamkeit in einem kleinen, separaten Bereich der Bar einlädt.

Öffnungszeiten:
17:00 - 23:00 Uhr
(Abweichung bei Veranstaltungen möglich)

 

Warum Jackson-Bar? Wer war Hardy Jackson?

Hardy Jackson
“Die Engländer kommen“

Hardy Jackson Der 12. Oktober 1846 ist ein ruhiger Herbsttag. Die Reise hat den jungen Hardy Jackson von Manchester mit der Bahn über London an die Kanalküste geführt. Von dort setzt er mit einem Segelschiff nach Holland über. Dann geht es mit der Postkutsche weiter, denn weder gibt es eine Bahnverbindung von Amsterdam nach Ost-Holland, noch irgendeine Eisenbahn im Raum Rheine. Hardy Jackson kommt mit der Postkutsche in Rheine an. Er bringt Fachleute, Monteure und Spinner mit. „Die Engländer kommen“ – mit diesem Ruf begrüßen die Rheinenser die Ankömmlinge von der Insel.

So hält die Kutsche direkt vor dem Schmierschen Gasthof (heute Haus Beckers am Markt) und Carl Kümpers, der direkt nebenan wohnt, begrüßt das Expertenteam. Seine Aufgabe: Die Einrichtung der ersten mechanischen Baumwollspinnerei in Rheine. Diese Investition bedeutet für die Entwicklung der Stadt Rheine in mehrfacher Hinsicht das Überschreiten bisheriger Grenzen. Die moderne Maschinenausstattung erfordert wesentlich mehr Kapital, als ein einzelner Kaufmann aufbringen kann. So stellen am 20.12.1845 folgende Personen auf die Dauer von 20 Jahren für eine offene Handelsgesellschaft zur Verfügung: Mathias Bonse (20 000 Thaler), J. F. Timmerman und F. Tepe aus Amsterdam (je 10 000 Thaler), Gastwirt Franz Schmiers, C. Kümpes, Th. Sträter und Albert Sträter aus Rheine, Carl und Everhard Sträter aus Amsterdam (je 5 000 Thaler), Gustav Sträter aus Rheine (4 000 Thaler), Dr. med. August Sträter aus Aachen, Dr. med. Franz Sträter und Apotheker Th. Murdfield aus Rheine (je 3 000 Thaler).

Das Projekt sprengt die begrenzten räumlichen Möglichkeiten des bisherigen Stadtbezirks. Der Fabrikneubau wird deshalb auf einem Flurstück auf der rechten Emsseite, auf dem Mühlenkamp an der gerade fertig gestellten oberen Kanalschleuse, errichtet. Damit ist der erste Schritt zur industriellen Entwicklung auf der rechten Emsseite getan, die bis dahin eher landwirtschaftlichen Charakter hatte.

Nicht zuletzt werden mit der industriellen Baumwollspinnerei auch die technologischen Möglich-keiten der näheren Umgebung überschritten. Großbritannien hat 1842 gerade erst das Ausfuhrverbot für Textilmaschinen und Vorschriften gegen die Abwanderung von Fachkräften aufgehoben. So ist es möglich, moderne Maschinen aus England zu beziehen. Mit ihnen kommen geschulte Fachleute, die die neue Spinnerei einrichten und die einheimischen Arbeitskräfte anlernen sollen.

Hardy Jackson überwacht bei der in Bau befindlichen Fabrik die Arbeiten. Er muss eine Fülle von Berechnungen anstellen. Von einer zentralen Dampfmaschine werden Transmissionen angetrieben, die alle Aufstellorte von Arbeitsmaschinen mit Antriebskraft über Wellen- und Riemenscheiben senkrecht und waagerecht versorgen. Hardy Jackson lernt Deutsch und findet Anschluss bei den Chefs der Investorenfirma, Jan Timmermann und Carl Kümpers. Die englischen Monteure und Vorarbeiter kehren im Spätsommer 1847 in ihre Heimat zurück. Nur wenige, darunter Hardy Jackson, bleiben. Jackson wird „Fabrikinspektor“ der Spinnerei von 10 000 Selfaktoren – Spindeln.

Das Geschäft entwickelt sich recht günstig – bis zum Ausbruch des amerikanischen Bürgerkriegs. Die Baumwollausfuhr aus Amerika hört fast gänzlich auf, die Gesellschaft schließt die Jahre 1863 und 1864 mit bedeutendem Verlust ab. Die Gesellschafter beschließen, das Unternehmen zum freiwilligen öffentlichen Verkauf zu bringen. Hardy Jackson bleibt am 20.Oktober 1865 Höchstbietender und erhält den Zuschlag. Er setzt mit einem Teil der früheren Gesellschafter ab 1. Januar 1866 die Firma als „Baumwollspinnerei H. Jackson & Co.“ fort. Der gebürtige Engländer wird ein überaus erfolgreicher Unternehmer, er ist ein Pionier der deutschen Textilindustrie und wird einer der reichsten Männer in Rheine. Einen großen Teil des Tages verbringt er in der Spinnerei und überwacht die Produktion, wobei er meist schweigend steht und mit niemandem spricht. Aber er sieht alles und kennt seine Leute ganz genau. Hardy Jackson spricht ein vollkommenes Deutsch, seine Geschäftsnotizen führt er aber viele Jahre noch in Englisch. Zeitzeugen berichten, dass er eine gute Zunge gehabt hat: Er ist längere Zeit Kellermeisterin der „Gesellschaft Verein“.

Hardy Jackson stirbt am 24. März 1910 in seiner Villa an der Neuenkirchener Straße. Beerdigt wird er auf dem Friedhof an der Salzbergener Straße, wo ein Großteil der Männer begraben wurde, die mit ihrem unternehmerischen Geist die Textilindustrie und damit das Wachstum und den Wohlstand Rheines ab der Mitte des 19. Jahrhunderts begründeten.

Auf dem Grundstück, wo damals die Baumwollspinnerei stand, finden Sie jetzt das City Club Hotel.

Hardy Jackson Bauwollspinnerei

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